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CO₂-Senkenleistung von Holz

Ein Klimabeitrag des Rohstoffes Holz

CO₂-Senkenleistung von Holz – ein Klimabeitrag des Rohstoffes Holz

Nicht nur der Wald trägt als Senke zum Klimaschutz bei, auch die Verbauung des Rohstoffes aus dem Wald bindet CO₂. Das Speichervolumen im Wald kann aber nicht beliebig vergrössert werden. Denn je älter ein Baum, desto mehr verringert sich seine Möglichkeit, Kohlenstoff zu binden. Ein überalterter Wald kann auf Dauer wieder CO₂ in die Atmosphäre abgeben. Deshalb sollte das Holz rechtzeitig genutzt werden, um es in langlebige Holzprodukte zu verarbeiten. Dadurch wird gleichzeitig der Wald verjüngt und seine Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel gestärkt.

Was sind CO₂-Senken?

Während der Fotosynthese entzieht der Baum der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid (CO₂), nutzt den Kohlenstoff (C) für den Aufbau des Holzes und gibt den Sauerstoff (O₂) wieder an die Atmosphäre ab. Dabei wird Sonnenenergie in chemisch gebundene Energie umgewandelt und im Holz gespeichert. Holz wird so zum Kohlenstoff- und Energiespeicher.

Wenn nun ein Wald mehr CO₂ aufnimmt, als er abgibt, ist er eine Kohlenstoffsenke. Im umgekehrten Fall ist er eine Kohlenstoffquelle. Wenn mehr Kohlenstoff langlebiger Holzprodukte in den Kohlenstoffspeicher Holz einfliesst als abfliesst, spricht man auch hier von einer CO₂-Senke. Erfasst werden die Kohlenstoffspeicher Wald und Holz in der Schweizer Treibhausgasbilanz.

Die Rolle der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Holznutzung

Mit der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes, der stofflichen Nutzung und der Verbauung der erneuerbaren Ressource Holz kann die CO₂-Bilanz der Schweiz positiv beeinflusst werden.

Die Unternehmen der Schweizer Holzindustrie verarbeiten Rohholz zu Schnittholz und Holzwerkstoffen. Durch eine sinnvolle und langfristige Verwendung dieser Produkte, beispielsweise in Gebäuden und Möbeln, wird der zuvor im Wald gebundene Kohlenstoff in die Holzobjekte verschoben. Dadurch wird die Kohlenstoffbindung um die Objekt-Lebensdauer verlängert.

Die Klimaziele der Schweiz

CO₂ (Kohlenstoffdioxid) macht mit knapp 80 Prozent den grössten Anteil unter den Treibhausgasen aus. Seit rund 250 Jahren trägt der Mensch zur Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre bei.

Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Die Instrumente und Massnahmen zur Erreichung dieses Zieles sind im CO₂-Gesetz und der dazugehörigen Verordnung festgehalten.

Im August 2019 hat der Bundesrat beschlossen, dass die Schweiz bis 2050 nicht mehr Treibhausgase ausstossen soll, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können (Netto-Null Emissionen). Die langfristige Klimastrategie der Schweiz zur Konkretisierung dieser Absicht hat der Bundesrat im Jahr 2021 verabschiedet.

Das Ziel Netto-Null 2050 ist zudem im Klima- und Innovationsgesetz verankert, welches im Juni 2023 vom Stimmvolk angenommen wurde. Dieses ist zusammen mit der Klimaschutzverordnung auf den 1. Januar 2025 in Kraft getreten. Zur Erreichung des langfristigen Zieles gibt das Gesetz zusätzliche Zwischenziele sowie Richtwerte für einzelne Sektoren, wie Gebäude, Verkehr und Industrie, vor. Die Unternehmen und Private (z.B. Hauseigentümer) werden mit zusätzlichen Finanzhilfen zur Förderung neuartiger Technologien und Prozesse und einem Impulsprogramm als Ergänzung zum Gebäudeprogramm unterstützt.

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