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CO₂-Senkenleistung von Holz – das «Senken-Projekt»

Funktionsweise des Kompensationsprojektes

Funktionsweise des Kompensationsprojektes «Senke Schweizer Holz»

Die Holzindustrieträgt trägt zu einer positiven Schweizer Klimabilanz bei. Wachsen Bäume, nehmen sie CO₂ aus der Luft auf, speichern den Kohlenstoff im Holz und reduzieren dadurch den Gehalt an CO₂ in der Atmosphäre. Die stärkere Nutzung von Schweizer Holz vergrössert den Kohlenstoffspeicher im Holz.

Die schweizerische Holzindustrie hat ein entsprechendes CO₂-Kompensationsprojekt ins Leben gerufen. Getragen wird es vom Verein Senke Schweizer Holz (SSH), der im Dreieck zwischen Bund (Bundesamt für Umwelt BAFU) und der Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) eine wichtige Aufgabe erfüllt.

Die 2012 von der Erdöl-Vereinigung gegründete KliK ist die branchenweite CO₂-Kompensationsgemeinschaft im Rahmen des CO₂-Gesetzes. Sie erfüllt im Auftrag von Mineralölgesellschaften, welche fossile Treibstoffe in Verkehr bringen, deren gesetzliche Pflicht, einen Teil der bei der Nutzung der Treibstoffe entstehenden CO₂-Emissionen zu kompensieren. Dazu fördert sie in der Schweiz wie auch im Ausland Projekte, die den Ausstoss von Treibhausgasen reduzieren und trägt so aktiv zu einem nachhaltigen Klimaschutz bei.

Die Mitglieder des Vereins SSH vergrössern den Kohlenstoffspeicher im Holz mittels gezielten Massnahmen, welche von der Stiftung KliK mitfinanziert werden. Dies geschieht über folgendes System: Die Projektteilnehmer, organisiert im Verein SSH, erhalten für die zusätzlich produzierten Holzprodukte Bescheinigungen vom BAFU, die sie der Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK verkaufen können. Letztere wiederum gibt die erworbenen Bescheinigungen an den Bund weiter und erfüllt so im Auftrag der Kompensationsgemeinschaft die jährliche Kompensationspflicht.

Anrechenbarkeit der umgesetzten Massnahmen

Die CO₂-Senkenleistungen basieren auf zusätzlichen Massnahmen. Die Zusätzlichkeit wird mittels einer Referenzlinie festgestellt, d.h. die jährliche Produktionsmenge aller teilnehmenden Unternehmen muss mittels gezielten Massnahmen einen vom BAFU geprüften Referenzwert überschreiten. Sofern die im Rahmen des Projektes umgesetzten Massnahmen zusätzlich und unwirtschaftlich waren, bekommt der Projektteilnehmer ein Jahr später vom BAFU die der Reduktionsleistung entsprechenden Bescheinigungen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Bescheinigungen an KliK zahlt der Verein SSH, proportional zu den erbrachten Leistungen, den teilnehmenden Unternehmungen aus. Mit den Erlösen refinanzieren die Firmen anteilig die Kosten für die Massnahmen.

Die Unternehmen und UnternehmerInnen entscheiden frei, welche Massnahmen im eigenen Betrieb am sinnvollsten umzusetzen sind, um das Ziel der Produktionssteigerung zu erreichen, wobei Massnahmen in allen Bereichen möglich sind. Dabei ist allen bewusst, dass sich Massnahmen verschiedener Firmen auch gegenseitig neutralisieren können, da letztlich die zusätzlich produzierte Menge aller teilnehmenden Betriebe massgebend ist.

Monitoring zur Prüfung der Senkenleistung

Die im Rahmen des Projektes umgesetzten Massnahmen werden jährlich in einem umfangreichen Monitoring auf ihre Zusätzlichkeit und Unwirtschaftlichkeit geprüft. Dafür werden den am Projekt teilnehmenden Unternehmungen immer vor Beginn einer Monitoringperiode die grundsätzlichen Rahmenbedingungen bekannt gegeben. Weiter erhalten die Unternehmungen auch die Formulare, welche am Ende der Monitoringperiode auszufüllen sind.

Nach Abschluss der Monitoringperiode werden von der Monitoringstelle alle Produktionsdaten und Massnahmen sowie Belege eingefordert, geprüft und zu einem Monitoringbericht verdichtet.

Der Bericht wird durch ein unabhängiges Büro verifiziert und dann dem BAFU zur Prüfung eingereicht. Das BAFU stellt schliesslich gestützt auf den verifizierten Monitoringbericht für die zusätzlichen CO₂-Senkenleistungen Bescheinigungen aus. Der Monitoringbericht und der Verifizierungsbericht werden vom BAFU nach Abschluss der Kontrollen publiziert.

In den nachfolgenden Kurzfilmen der Stiftung KliK werden zwei unserer Mitglieder und ihre Projekte porträtiert:

Programm der Swiss Krono AG zur Senkenleistung Schweizer Holz (Quelle: KliK):

Programm der Innoholz AG zur Senkenleistung Schweizer Holz (Quelle: KliK):

Projekt-Beschrieb – CO₂-Kompensationsprojekt des Vereins

Hier erfahren Sie ausführlich, was es mit dem Kompensationsprojekt unseres Vereins auf sich hat.

 

Projekt-Bericht BAFU

Laden Sie hier weitere Informationen zum Senken-Projekt und zu den Anforderungen an Kompensationsprojekte herunter.

 

Das CO-Institut

Das CO₂-Institut dokumentiert und kommuniziert die CO₂-Effekte des verbauten Holzes in allgemeiner Form.  Es ist eine Non-Profit-Organisation, die die geniale Erfindung der Natur – Holz – und dessen positive Wirkung auf das Klima veranschaulicht. Auf www.holz-projekte.org werden vielseitige Holzanwendungen und deren Speichereffekte aufgezeigt.